Philosophie

Christoph Pengl vertritt die Anschauung, dass das Erlangen der größtmöglichen Authentizität die Grundvoraussetzung für professionelles Schauspiel darstellt, und nur auf Basis dieser Entwicklungsphase das Ziel erreicht werden kann, eine Rolle glaubwürdig darzustellen.
„Sobald Du Dich vor der Kamera als Star fühlst, Dir gut vorkommst, Du im Mittelpunkt stehen willst und Deine ausschließliche Konzentration auf Dich gerichtet ist, hast Du – wenn dies der Charakter nicht erfordert – das Ziel verfehlt. Vor einer oder mehreren Kameras zu stehen ist nichts anderes, als sich in der Öffentlichkeit zu bewegen bzw. von einem bekannten oder unbekannten, bemerkten Beobachter begleitet zu werden – wissentlich oder unwissentlich. Wer sich als Mensch so gut kennt, besser gesagt zu all seinen Handlungen und dazu steht, wie er ist, hat neben anderen Aspekten die Grundvoraussetzung, um vor der Kamera ein guter Darsteller zu sein. Verfehlt ist dies jedoch, wenn versucht wird, eine Rolle oder einen Charakter authentisch zu spielen. Vielmehr soll das Ziel sein, zu überlegen, was der Darsteller in der jeweiligen Situation tun bzw. wie er sich verhalten würde. Dann siehst Du es nämlich in seinen Augen. Und nur dann spürt es der Zuseher. Somit bekommt die Rolle etwas Einzigartiges, und der Grundstein, um als Darsteller erfolgreich zu sein, ist gelegt. Ich lebe die Rollen, die ich spiele – weil ich nur spiele, was ich auch selbst bin. Das macht mich authentisch und das spürt das Publikum. Ich baue dadurch eine Beziehung mit dem Zuschauer auf, welcher sich dieser nicht entziehen kann. Finde ich dann noch den richtigen Regisseur, Drehbuchautor und Produzenten, steht dem Erfolg – abgesehen von einem ausgezeichnet koordiniertem und funktionierendem Netzwerk sowie ein bisschen Glück – nichts mehr im Wege. Dieses Netzwerk kann auch als Unternehmen gesehen werden, indem jeder Mitarbeiter oder besser gesagt Partner den innigsten Wunsch verspürt, in seinem Bereich alles zu geben und diesem Ziel alle anderen seiner Wünsche und Bedürfnisse unterzuordnen.“